Über dieses Paket#
Das typstage-Paket erzeugt aus einer einzigen Typst-Datei eine animierte Präsentation für den Browser – und aus derselben Quelle eine PDF. Der Satz dahinter lautet: Typst setzt, der Browser bewegt. Typst setzt jede Folie als SVG und schreibt sie so in die HTML-Datei; im Browser steht sie deshalb genau wie auf dem Papier. Was sich bewegen soll, meldet man im Quelltext an. Eine Folie bleibt dabei eine Folie: die PDF hat eine Seite je Folie – oder, mit pages: "step", eine je Schritt, sodass das Papier so umblättert wie der Vortrag.
Fünf Wörter, die dieses Handbuch benutzt#
- Folie
- Ein Bild, von Typst einmal gesetzt. Eine Seite der PDF, ein
.ts-slidein der HTML. - Schritt
- Ein Druck auf die Pfeiltaste. Eine Folie kann mehrere davon halten; am Ende führt der nächste Druck zur nächsten Folie. Die Adresszeile zählt Schritte, die Fußzeile zählt Folien.
- Element
- Ein Stück Folie, das die Laufzeit anfassen darf.
anim,stagger,alternatives,morph,embed,videoundflipbookerzeugen je eines. - Morph
- Dasselbe benannte Element zweimal – auf zwei Folien oder auf zwei Schritten einer Folie. Dazwischen fliegt es, Zeichen für Zeichen.
- Sprecheransicht
- Dieselbe Datei ein zweites Mal geöffnet, mit
#speakerin der Adresse. Sie trägt Notiz, Uhr und den nächsten Schritt.
Wo es zwischen den anderen steht#
touying und polylux sind ausgereift, haben weit mehr Themes und machen PDF. Wer einen gewöhnlichen PDF-Vortrag will, nimmt eines davon. reveal.js, Slidev und Quarto animieren im Browser, aber der Satz ist dort HTMLs, nicht Typsts.
Am nächsten kommen die Typst-Pakete, die selbst HTML schreiben. touying-exporter setzt je Folie ein SVG und packt die Folge mit impress.js in eine Datei. slipst folgt slipshow und gibt die feste Folie ganz auf: dort scrollen „slips“ von oben nach unten. Auf der PDF-Seite lohnen daneben mosaic, das die Folien aus denselben Überschriften schneidet wie dieses Paket (= für den Abschnitt, == für die Folie), und slydekit. Drei der siebzehn Beispieldecks sind Adaptionen von mosaic-Decks, damit dieser Vergleich auf dem Bildschirm steht und nicht in der Prosa.
Was dieses Paket kann und keines davon: Ein benanntes Stück steht auf Folie n an einer Stelle und auf Folie n+1 woanders. Es fliegt dorthin, im besten Fall Zeichen für Zeichen, sodass sich eine Gleichung sichtbar selbst umschreibt. Möglich ist das, weil hier je Zustand ein SVG entsteht und nicht je Folie.
Dieses Handbuch ist nach Vorhaben geordnet, nicht nach Funktionen:
- Die erste Präsentation – von der leeren Datei zur laufenden HTML
- Ein Deck von Anfang bis Ende – ein Vortrag, zu Ende gebaut
- Eine Folie Schritt für Schritt aufdecken –
pause,stagger,animund der Schrittzeiger - Etwas vorführen statt behaupten – Applet, Video, Daumenkino
- GeoGebra – Konstruktionen, die den Schritten der Folie folgen
- Desmos – derselbe Weg, ein anderer Rechner
- Eine Rechnung entwickeln – Magic Move über mehrere Folien
- Den Vortrag halten – Tasten, Sprecheransicht, Zeichnen, die zwei Uhren
- Aus einer Quelle drei Ausgaben – Präsentation, Foliensatz, Handout
- Das eigene Aussehen – Themes, Farben, Leinwand, Bausteine
- Weitergeben – wo die Datei liegt und wie groß sie wird
- Was es nicht kann – Barrierefreiheit, Reichweite, die harten Grenzen
- Wenn nichts passiert – die Stolpersteine, in der Reihenfolge, in der man über sie fällt
- API-Referenz – vollständige Funktionsdokumentation